Der Verein „Vizinhos em Lisboa“, der bereits zuvor Maßnahmen für die alten Postmarken und zuletzt für die Wiederherstellung der Kronen im Parque Eduardo VII vorgeschlagen hat , geht erneut mit einer weiteren Initiative an den Start, die den alten Telefonzellen von Portugal Telecom (PT) „neues Leben“ einhauchen soll .
Echte Relikte der Vergangenheit – noch heute findet man diese „Geisterkabinen“ in einigen Straßen Lissabons, wobei die meisten von ihnen völlig verlassen und verfallen sind .
Worum geht es?

Wenn du regelmäßig durch Lissabon läufst, bist du sicher schon auf diese Metall- und Glaskonstruktionen (manchmal auch aus Plastik) gestoßen, von denen viele vandalisiert und kaputt sind .
Diese alten Telefonzellen, die vor dem Aufkommen der Handys viel genutzt wurden, sind heute regelrechte „Narben“ im Stadtbild – mit sichtbaren Zeichen der Vernachlässigung, die im Kontrast zum Image einer Hauptstadt stehen , die immer moderner und lebendiger werden will.
Genau wie die alten Briefkästen der CTT sind auch diese Telefonzellen der PT Objekte urbaner Nostalgie (wer kennt diese Dinger nicht?), aber Tatsache ist , dass sie heutzutage ein Problem für die Verwaltung des öffentlichen Raums darstellen: Sie sind zu Müllsammelstellen geworden und so stark verfallen, dass sie das Image von Lissabon ernsthaft beeinträchtigen.
Die Vorschläge aus der „Nachbarschaft“

Wenn man sich einige Beispiele unserer europäischen Nachbarn ansieht, weiß man, dass es möglich ist, dieses Problem in eine Chance zu verwandeln, um der gesamten umliegenden Gemeinschaft sowie den Besuchern der Stadt einen Dienst zu erweisen.
Im Vereinigten Königreich, um nur ein Beispiel zu nennen, haben die ikonischen roten Telefonzellen kreative neue Formen angenommen und sind heute zu kleinen Bibliotheken oder Ladestationen für Handys umfunktioniert worden.
Und hier kommt wieder einmal der Anwohnerverein „Vizinhos em Lisboa“ ins Spiel, der im Rahmen einer Bürgerinitiative bereits die Stadtverwaltung von Lissabon und MEO (die derzeit für diese Standorte zuständig ist) aufgefordert hat, diese Kabinen dringend aus den Straßen von Lissabon zu entfernen, um die Fußgängerwege zu entlasten, oder ihnen alternativ einen anderen Zweck zu geben, zum Beispiel:
- WLAN-Hotspots ;
- Ladestationen für Handys oder elektronische Geräte;
- Mini-Bibliotheken, so wie es sie bereits in Form der Lesekabinen im Parque das Nações gibt .

Wir, die wir unsere Stadt lieben wie kein anderer, stimmen diesen Ideen voll und ganz zu. Wenn sie umgesetzt werden, ermöglichen sie die Aufwertung dieser städtischen Infrastruktur – nicht nur aus ästhetischer Sicht, sondern vor allem auch in Bezug auf ihre Nützlichkeit. So wird das derzeitige Bild der Verwahrlosung durch innovative Maßnahmen ersetzt , die tatsächlich für alle Bürger und Touristen von Nutzen sind .
Wie wir jedoch gerade in einem der neuesten Videos (veröffentlicht am 19. August) des Lissabonner Bürgermeisters Carlos Moedas gesehen haben, sieht es nicht so aus, als würde das passieren.
Was hältst du von der Idee, diese Kabinen ein für alle Mal abzuschaffen, damit wir „einfach“ mehr Platz in der Stadt haben?
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