Die Blitzangebote der Billigfluggesellschaften zu nutzen, ist die Lieblingsbeschäftigung vieler Reisender, die verschiedene europäische Reiseziele erkunden wollen, ohne dabei ihr Portemonnaie zu leeren. Doch manchmal kann ein Angebot, das zunächst sehr attraktiv erscheint, beim Wiegen des Gepäcks doch für einige Unannehmlichkeiten sorgen.
Genau diesen „Überraschungsfaktor“ bei den Gebühren für Handgepäck wollen der Rat der Europäischen Union ( EU) und das Europäische Parlament mit der Einführung neuer Richtlinien beseitigen . Nach mehr als einem Jahrzehnt der Verhandlungen haben sich die beiden Institutionen endlich geeinigt und sehen nun vor, dass man ein Handgepäckstück mit einem Gewicht von bis zu sieben Kilogramm sowie ein kleines Gepäckstück, das unter den Vordersitz passt, mit an Bord nehmen darf , ohne einen Aufpreis zahlen zu müssen.
Die Maßnahme soll offiziell 2027 in Kraft treten und ist Teil eines umfassenderen Pakets , das vom Rat der EU und vom Europäischen Parlament auf den Weg gebracht wurde , um die Rechte der Reisenden zu stärken und die Reisekosten für die Passagiere vor dem Kauf ihres Tickets transparenter und besser vorhersehbar zu machen .
Aber es ist nicht alles eitel Sonnenschein

Diese zukünftige Regelung wurde nicht von allen positiv aufgenommen. So hat sich beispielsweise Ryanair-Chef Michael O’Leary bereits in einer offiziellen Stellungnahme zu dieser Nachricht geäußert und scharfe Kritik an der EU geübt:
Angesichts dieser Situation wäre es nicht überraschend, wenn einige Billigfluggesellschaften ihre Grundtarife erhöhen würden , um die „Verluste“ durch die neuen Maßnahmen auszugleichen, die 2027 in Kraft treten werden.
Klarere Entschädigungen

Neben den Beschränkungen bei der Erhebung von Gebühren für Handgepäck bis zu sieben Kilogramm soll die Vereinbarung die Rechte der Passagiere stärken, indem die Entschädigungen bei eventuellen Verspätungen und Flugausfällen klarer geregelt werden.
In diesem Zusammenhang wird in der Verordnung klargestellt , dass Passagiere je nach Flugstrecke und Verspätungsdauer eine Entschädigung zwischen 250 € und 600 € erhalten können .
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